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Wie gehe ich persönlich mit Kritik um?

Vor allem am Anfang ist es für jeden schwer, gut mit Kritik umgehen zu können.

Kritik und AnerkennungUnd vor allem zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik unterscheiden zu können, denn diese liegen manchmal doch sehr eng beieinander.

Und so ging es natürlich zu Beginn meiner Laufbahn als Internetmarketer auch mir. Mit der Zeit jedoch lernte ich mit Kritik umzugehen und diese auch einordnen zu können.

Der entscheidende Aspekt bei Kritik ist der, unterscheiden zu können, inwiefern Kritik auch umgesetzt werden muss. Denn wer auf jede einzelne Kritik immer sofort reagiert, sein Vorhaben immer komplett umwirft du sein eigenes Handeln stets danach ausrichtet und hinterfragt, der wird auf Dauer keinen Erfolg haben!

Denn kritikfähig zu sein, bedeutet auf keinen Fall, immer auch einer Meinung mit dem Kritiker zu sein und wirklich immer jeden Vorschlag umzusetzen – auch nicht, wenn dieser konstruktiv ist.

Denn auch konstruktive Kritik ist und bleibt subjektiv und wenn sie dem Kritiknehmer trotzdem nicht wirklich nützt, dann darf er diese auch nicht umsetzen. Respektieren und ernst nehmen sollte man diese jedoch immer:

Ich möchte Ihnen in einem kleinen Beispiel aus dem Bereich des Internetmarketing deutlich machen, was ich damit meine:

Nehmen wir an, Sie haben eine Landingpage, über die Sie beispielsweise Listenaufbau betreiben möchten. Wenn Sie vernünftige Optimierung betreiben, dann sollten Sie u.a. auch die dort genutzten Headlines immer durch Splittests testen.

Jetzt wird es nicht selten der Fall sein, dass jemand auf Sie zukommen wird, der mit diesen Headlines einfach nicht zufrieden ist und dies auch zum Ausdruck bringt.

Nun gibt es also die Möglichkeit, dass sich dieser völlig destruktiv äußert – vielleicht sogar beleidigend wird – und salopp Dinge von sich gibt, wie etwa:

„Die Headline ist vollkommener Schwachsinn, ändern Sie die und alles ist gut…“

Solche Kritik hilft natürlich niemandem, denn er Kritiker erklärt weder, weshalb er der Meinung ist, dass die Headline „Schwachsinn“ ist, noch liefert er Vorschläge zur Verbesserung.

Doch wie verhält es sich hier bei konstruktiver Kritik? Dann sollten Sie die Kritik erst recht ernst nehmen und darauf reagieren. Ihre Reaktion sollte in diesem Fall jedoch nicht daraus bestehen, dass Sie jetzt sofort die Headline ändern, sondern Sie sollten prüfen, inwiefern die Kritik berechtigt ist:

Sind Sie beispielsweise durch oben genannte Splittests zum Ergebnis gekommen, dass eben jene kritisierte Headline die am besten konvertierende von allen getesteten ist, dann sollten Sie für die Kritik zwar dankbar sein, doch die Headline sollte natürlich so bleiben.

Ein weiteres Beispiel aus meinen persönlichen Erfahrungen zeigt das noch deutlicher: Ich selbst arbeite natürlich auch mit diversen Landingpages bzw. Salespages. Wer sich im Internetmarketing auskennt, der weiß natürlich, dass eine erfolgreiche Landingpage weder ein wunderschönes Design haben muss, noch besonders reich an Text sein muss.

Dennoch erhalte ich hin und wieder Kritik von Lesern, wie beispielsweise vor allem von (selbsternannten) Webdesignern, die mir vorhalten, meine Landingpage sei „zu hässlich“ und würde daher nichts verkaufen…

Natürlich ist solche Kritik durchaus oft nur gut gemeint, doch unabhängig davon, ob diese konstruktiv oder destruktiv ist, wäre es in diesem Fall fatal, wenn ich die Grundprinzipien einer Landingpages plötzlich völlig über den Haufen werfen würde.

Denn leider sind Webdesigner häufig keine Marketing-Experten und so verdrängen diese oftmals schlichtweg die Tatsache, dass Landingpages eben gerade nicht die Aufgabe haben, etwas zu verkaufen und es ist auch nun einmal so, dass man mit der schönsten Website kein Geld verdient, weil es darauf gerade bei Landingpages fast nicht drauf ankommt…

So etwas unterscheiden und einordnen zu können, bedarf natürlich einiges an Erfahrung, doch mit der Zeit lernt man es, damit umzugehen und dann sieht man Kritik auch als etwas Tolles!

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