Alexander Boos über Kritik und Anerkennung

Je mehr man in die Öffentlichkeit geht – und als Internetmarketer geht man zwangsläufig zumindest in die Internetöffentlichkeit – dann ist es unumgänglich, dass man je nach Bekanntheitsgrad und Auftreten natürlich vermehrt Kritik einstecken muss.

Dabei ist Kritik eigentlich nichts grundlegend Schlechtes – ganz im Gegenteil. Leider ist Kritik aber weitläufig mit etwas Negativem verbunden. Dabei liegt es zum einen daran, dass sehr viele Menschen Kritik auch als solches aufnehmen und sich sofort angegriffen fühlen und zum anderen aber auch daran, dass Kritik oft von anderer Seite auch ausgenutzt wird.

Daher unterscheidet man bei Kritik allgemein zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik. Konstruktive Kritik ist wichtig und super, denn sie hilft, die eigenen Projekte, Produkte, Dienstleistungen und sein öffentliches Auftreten weiter zu verbessern.

Was ist Kritik und wem hilft sie?

Konstruktive Kritik sollte man sich auch zu Herzen nehmen und sogar froh darüber sein, diese zu erhalten.

Kritik und AnerkennungSolche Kritik ist sachlich, fundiert und zielt einzig darauf ab, wirklich helfen zu wollen. Dabei sollten mit der Kritik unmittelbar auch Verbesserungsvorschläge gemacht werden.

Gute konstruktive Kritik wird in aller Regel immer aus individueller Sicht, also der „Meinungs-Sicht“ geäußert werden, denn fast alles was man kritisieren kann, liegt in der Regel im Auge des Betrachters – also des Kritikers.

Und daher sollte konstruktive Kritik auch genau so geäußert werden. Wenn einer Person also beispielsweise das Layout einer Website nicht gefällt, dann sähe konstruktive Kritik zum Beispiel wie folgt aus:

„Mich persönlich stört das Layout, weil es aus meiner Sicht… Ich würde vorschlagen, das Ganze so abzuändern, dass…“

Natürlich ist das nur ein Beispiel und soll zeigen, wie konstruktive Kritik in Etwa verpackt werden kann und sollte, dass sie auch sinnvoll ist und dem kritisierten weiterhilft.

Prinzipiell ist Kritik immer subjektiv, denn es liegt immer im Auge des Betrachters. Man kann Kritik jedoch auch ins Objektive leiten, indem man – wie oben beschrieben – die Subjektivität „eingesteht“.

Destruktive Kritik jedoch zielt in aller Regel einzig und alleine darauf ab, jemanden oder etwas schlecht zu machen. Hierbei geht es nicht darum, dem Kritisierten tatsächlich zu helfen, bestimmte Dinge besser zu machen, sondern man möchte „zerstören“, was persönlich und subjektiv nicht passt.

Diese Art von Kritik kommt leider meist anonym und kann zum Teil in ihrer Ausdrucksweise tief unter die Gürtellinie gehen, was das Ganze erst recht unsachlich und destruktiv macht. Solche Kritik kann von eigentlich harmlosem Niedermachen einer Person, bis hin zu Beleidigungen reichen.

Damit Kritik destruktiv wird, reicht es schon, dass der Kritiker seine Kritik so verpackt, als wäre er die Stimme der Masse und ihn störende Dinge nicht als seiner Meinung anspricht, sondern im allgemein gültigen Sinne. Ein Beispiel hierfür wäre etwa die folgende Kritik am Layout:

„Das Layout der Website stört gewaltig und ist absolut hässlich. Es muss ausgetauscht werden, denn es nervt wirklich jeden…“

Diese Art von Kritik hilft wirklich niemandem weiter und ist absolut unsachlich. Denn zum einen hängt vor allem ein Layout einer Website immer vom Geschmack des Besuchers ab und zum anderen ist es recht absurd zu glauben, dass die eigene subjektive Wahrnehmung die eines jeden sei und man dies in der Kritik dann auch so rüberbringt.

Deshalb ist es wichtig, als Kritiknehmer vor allem konstruktive Kritik immer auch anzunehmen und daraus zu lernen. Andererseits sollte man sich als Kritikgeber aber auch die Frage stellen, was man mit seiner Kritik wirklich erreichen möchte.

Möchte man, dass diese gehört und ernstgenommen wird, so sollte man sich bemühen, stets konstruktiv zu bleiben und vor allem gleich Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

Die Menschen erkennen den Unterschied zwischen konstruktiver Kritik und dem Versuch jemanden oder etwas niederzumachen. Wer immer nur darauf aus ist, etwas zu zerstören, der wird von der Masse auch als „Zerstörer“ wahrgenommen und dessen Kritik wird niemals Zuspruch finden.

Denn die Menschen merken intuitiv, wenn jemand genau das vor hat und sagen sich: „Der macht doch sowieso alles nieder, also muss man das auch jetzt nicht ernst nehmen…“!

Ein guter Kritiker, der auch Gehör findet und ernstgenommen wird, der sieht nicht immer nur das Schlechte, sondern zieht auch das Gute und Positive heraus und macht dies deutlich. Und in beiden Fällen jedoch bleibt er zu jeder Zeit sachlich und fundiert.

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